Mähdrescher- & Häcksler-AusblickSchwenken wir den Blick in die Zukunft. Wird die „klassische“ Getreidetechnik in zehn Jahren noch so wichtig wie heute sein? Bleibt Getreide mit gut 50 % an der Ackerfläche weiterhin die wichtigste Kultur auf Deutschlands Äckern? Bleiben Mähdrescher und Pressen die entscheidenden Erntemaschinen neben Häckslern für Mais und Gras und den Rodern für Zuckerrüben und Kartoffeln?
5-6-3? Fruchtfolge-Trends: Ja, die Fruchtfolgen werden weiter werden, die dreigliedrige Fruchtfolge hat ebenso wie die Mais-Monokultur ausgedient. Künftig werden es oft fünf bis sechs Früchte im Wechsel sein: weniger Wintergetreide, mehr Sommergetreide, vielleicht etwas mehr Raps.
Leguminosen-Hype? Aus Fruchtfolgeaspekten, der Stickstoffbindung und für die Eiweißstrategie werden wir sicher mehr Leguminosen sehen. Aber die Fruchtfolge begrenzt deren Potential mehr als es Kritiker der Mineraldüngung wahrhaben wollen. Und die Wirtschaftlichkeit muss auch besser werden, aber daran wird ja intensiv gearbeitet #LeguNet.
Zukunft der Hackfrüchte: Zuckerrüben und Kartoffeln wollen und sollen zwar gut im Rennen bleiben, kämpfen aber mit Zikaden und Stolbur.
Mais in der Kritik oder im Aufwind? Silomais hält als sehr effiziente Futterpflanze die Stellung, darf aber eben nicht mehr als Monokultur laufen, der Maisanbau für Biogasanlagen geht zurück.
Fazit: Getreide wird auch 2035 die Fruchtfolgen entscheidend bestimmen! Aber künftig wird es fünf bis sechs Früchte im Wechsel geben.
Damit steht fest: auch bei erweiterten Fruchtfolgen bleiben 2035 Mähdrescher, Pressen, Häcksler und Grubber für die Landtechnikhersteller und den Landmaschinenhandel entscheidende Umsatzträger. Und für die meisten Landmaschinenwerkstätten bleiben es die Maschinen, die den Service saisonal massiv fordern – jede Minute Stillstand bremst die Ernte- und Arbeitskette. Das ist und bleibt Herausforderung wie auch Chance für die Betriebe.
Das Editorial zum Thema „Landtechnik und Fruchtfolge-Trends“ erschien zuerst im Landtechnik-Magazin eilbote:
Kommentar: „Künftig wird es fünf bis sechs Früchte im Wechsel geben.“ und auf LinkedIn.